Chrienser Schlössli für alle Bedürfnisse

Es war eine demokratische Meisterleistung, als unser Wahrzeichen – das Chrienser Schlössli – 1963 ins Eigentum der Krienser überging und der Schlosshoger dank dem legendären «Marsch nach Luzern» von der Überbauung bewahrt wurde. Dem Liberalen Alex Wili und der Krienser Bevölkerung sei Dank.

Allerdings sollte ein öffentliches Gebäude allen zugänglich sein, wie es das Behindertengleichstellungsgesetz vorsieht. Deshalb haben die Liberalen Seniorinnen und Senioren über Jahre hinweg nach Mitteln und Wegen gesucht, bestehende Hindernisse zu reduzieren. Es war verständlich, dass man dem historischen Gebäude keinen Schaden durch eine interne Erschliessung zufügen darf. Auch ein externer Lift mit Fluchttreppe wurde als Beeinträchtigung des stolzen Baus empfunden. Aber einem hindernisfreien Zugang zum Erdgeschoss hätte die kantonale Denkmalpflege entgegenkommend zugestimmt. Das Thema muss nun weitere Jahre reifen, nachdem der zuständige Bauberater mehr Hindernisse als Lösungen gesehen hatte.

Die Stadt Kriens hat mit dem rollstuhlgängigen Garten immerhin einen grossen Schritt für die Integration von Gehbehinderten getan. Und wenn auf dieser Ebene noch Toiletten realisiert werden, wie jetzt im Einwohnerrat (Postulat Beni Stocker) vorgeschlagen, wäre auch für weitere Grundbedürfnisse gesorgt.